Unsere Wetterkerze 2017

Der Brauch, Wetterkerzen – auch Schauerkerzen genannt - anzuzünden, entstand vermutlich aus dem Wettersegen, der vor allem in ländlichen Gegenden meist zwischen dem früheren Fest der Kreuzauffindung (3. Mai) und dem Fest Kreuzerhöhung (14. September) am Ende der Heiligen Messe gespendet wurde. Erstmals in kirchlichen Unterlagen erwähnt werden Wetterkerzen im Jahr 1497, als eine Kirche in Ingolstadt beim örtlichen Händler Wachs „zu den schauerkertzen“ kaufte. 
Wetterkerzen werden häufig an Wallfahrtsorten mit einer Abbildung des jeweiligen Gnadenbildes - der Gottesmutter oder auch der hl. Anna - verkauft. Daneben werden aber auch schlichte schwarze oder weiße Kerzen verwendet, die bei nahendem Unwetter zum Gebet angezündet werden, um Schäden durch Hagel und Blitzeinschläge abzuwenden. Das Brauchtum ist heute vorwiegend im Voralpen- und Alpengebiet verbreitet.
Traditionell stiften auch die Freunde Grünwalds alljährlich eine Wetterkerze, die vor dem Gnadenbild der heiligen Maria in der Kirche St. Peter und Paul mit der Bitte an die Gottesmutter aufgestellt wird, dass Grünwald und Umgebung vor großen Unwetterschäden bewahrt bleiben. Ganz im geheimen schließen die Freunde Grünwalds auch noch die Bitte an, dass beim alljährlichen Burgfest die Sonne scheinen möge … 

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